Für wen sind regenerative Behandlungen nicht geeignet? Vor der Behandlung prüfen
Behandlungen aus dem Bereich der Regenerativen Medizin sind verbreitete Ansätze zur Hautregeneration, eignen sich jedoch nicht für jeden Menschen. Strikt darauf verzichten sollten Schwangere und Stillende, Personen mit einer Infektion oder Entzündung im Behandlungsbereich sowie Krebspatienten, deren Behandlung noch nicht abgeschlossen ist. Menschen mit Erkrankungen des Blut- oder Immunsystems müssen ärztlich sorgfältig beurteilt werden. Ein ausführliches ärztliches Beratungsgespräch ist daher ein besonders wichtiger Schritt.
Kernpunkte
- Eine Infektion oder Entzündung der Haut im vorgesehenen Behandlungsbereich ist eine wichtige Gegenanzeige, da sich die Infektion verschlimmern kann.
- Schwangere und Stillende sollten diese Behandlungen vermeiden, da keine ausreichenden Sicherheitsdaten für das Kind vorliegen.
- Patienten mit Erkrankungen des Blutsystems, beispielsweise Blutungsstörungen, oder unter blutverdünnender Medikation müssen für eine eingehende Risikobeurteilung einen Arzt konsultieren.
- Menschen mit nicht kontrollierten Autoimmunerkrankungen und Krebspatienten sollten individuell von einem erfahrenen Arzt beraten und beurteilt werden.
- Eine Beratung und Hautbeurteilung durch einen erfahrenen Arzt ist erforderlich, um eine individuell angemessene und sichere Versorgung zu planen.
Grundlagen: Wirkweise der Regenerativen Medizin und Gründe für Einschränkungen
In der ästhetischen Medizin umfasst die Regenerative Medizin Behandlungen, die sich die natürlichen Reparatur- und Regenerationsmechanismen des Körpers zunutze machen. Dabei werden biologische Wirkstoffe, sogenannte Biostimulatoren, oder Bestandteile aus dem Eigenblut des Patienten eingesetzt. Sie übermitteln Hautzellen wie Fibroblasten Signale, neues Kollagen und Elastin zu bilden, oder unterstützen beeinträchtigte Zellen dabei, wieder wirksamer zu arbeiten. Mögliche Ergebnisse sind eine widerstandsfähigere und elastischere Haut, weniger sichtbare Falten und eine insgesamt natürlich jünger wirkende Hautqualität.
Da diese Mechanismen die Zellaktivität und in gewissem Maß die Immunreaktion anregen, gelten für bestimmte Personengruppen Einschränkungen und Vorsichtsmaßnahmen. Befindet sich der Körper in einem unausgeglichenen Zustand, etwa bei einer Entzündung oder einer Erkrankung des Immunsystems, kann eine zusätzliche Stimulation zu einer ungewöhnlichen Reaktion führen oder eine bestehende Erkrankung verschlimmern. Die Untersuchung und Beurteilung des allgemeinen Gesundheitszustands vor der Behandlung sind daher für die Sicherheit und ein günstiges Ergebnis besonders wichtig.
Infektionen und Entzündungen: Eindeutige Gegenanzeigen
Eine wichtige absolute Gegenanzeige für regenerative Behandlungen ist eine aktive Infektion oder Entzündung im vorgesehenen Behandlungsbereich. Dazu zählen schwere entzündliche Akne, Dermatitis, Herpes und andere bakterielle Infektionen. Der Hauptgrund besteht darin, dass bei einer Behandlung mit Nadeln Erreger in tiefere Hautschichten gelangen können. Dadurch kann sich die Infektion ausbreiten und schwerer kontrollierbar werden.
Bei einer Entzündung setzt der Körper zudem verschiedene chemische Stoffe frei, die als Entzündungsmediatoren bezeichnet werden. Diese können den durch die Behandlung angestoßenen Regenerationsprozess der Zellen beeinträchtigen, sodass das Ergebnis von den Erwartungen abweicht oder unerwünschte Wirkungen auftreten. In der Mediqueen Clinic Pattaya untersucht der Arzt mit der Approbationsnummer 37670 daher stets sorgfältig den Hautzustand. Werden Anzeichen einer Infektion oder Entzündung festgestellt, wird zunächst deren Behandlung empfohlen. Eine weitere Behandlung wird erst erwogen, wenn sich die Haut wieder normalisiert hat.
Erkrankungen des Blut- und Immunsystems: Gruppen, die engmaschig beurteilt werden müssen
Menschen mit Erkrankungen des Blut- oder Immunsystems müssen besonders eingehend beurteilt werden, bevor sie sich für eine regenerative Behandlung entscheiden. Bei einer niedrigen Thrombozytenzahl oder einer Blutungsstörung besteht beispielsweise ein höheres Risiko für Blutergüsse oder Blutungen unter der Haut als in der Allgemeinbevölkerung. Wer Gerinnungshemmer oder Thrombozytenaggregationshemmer einnimmt, muss den behandelnden Arzt darüber informieren. Eine mögliche Unterbrechung der Einnahme darf nur gemeinsam mit dem Arzt geplant werden, der die Grunderkrankung betreut.
Bei Autoimmunerkrankungen wie systemischem Lupus erythematodes, rheumatoider Arthritis oder Sklerodermie kann eine das Immunsystem stimulierende Behandlung einen Krankheitsschub auslösen, wenn die Erkrankung instabil ist oder sich in einer aktiven Phase befindet. Ist die Erkrankung dagegen in Remission und wird sie kontinuierlich vom behandelnden Arzt betreut, kann die Behandlung im Einzelfall erwogen werden. Dafür sind eine umfassende Anamnese und eine sorgfältige Risikobeurteilung erforderlich.
Schwangerschaft, Stillzeit und Krebs: Gruppen, denen vom Eingriff abgeraten wird
Aus Sicherheitsgründen wird Schwangeren und Stillenden geraten, die meisten ästhetischen Behandlungen einschließlich regenerativer Verfahren zu vermeiden. Es liegen noch nicht genügend Studien vor, um die Sicherheit der verwendeten Stoffe oder der ausgelösten Prozesse für das ungeborene oder gestillte Kind zu bestätigen. Hormonelle Veränderungen während Schwangerschaft und Stillzeit können außerdem die Reaktion der Haut beeinflussen und die Ergebnisse ungewiss machen. Daher sollte diese Phase abgewartet werden, bevor eine Behandlung erwogen wird.
Krebspatienten, insbesondere Menschen mit Hautkrebs oder einer früheren Krebserkrankung im vorgesehenen Behandlungsbereich, sollten stets zuerst ihren Onkologen konsultieren. Regenerative Behandlungen sollen zwar normale Zellen stimulieren, theoretisch besteht jedoch die Sorge, dass auch abnorme Zellen beeinflusst werden könnten. Wer sich aktuell einer Krebsbehandlung wie Chemotherapie oder Strahlentherapie unterzieht, darf diese Behandlung daher nicht erhalten.
Erwartungen an das Ergebnis: Ein wichtiges Thema für das Arztgespräch
Neben der körperlichen Gesundheit sind auch die psychische Verfassung und die Erwartungen des Patienten wichtige Faktoren, die der Arzt berücksichtigen muss. Regenerative Behandlungen führen zu natürlichen, allmählichen Veränderungen. Die Hautqualität verbessert sich langsam über mehrere Wochen bis Monate. Es handelt sich nicht um eine sofortige Veränderung wie bei einem Facelifting oder einer Injektion großer Mengen Füllmaterial zur Veränderung der Strukturen.
Wer sofort deutlich sichtbare Ergebnisse oder schnelle Veränderungen erwartet, ist möglicherweise nicht für diese Behandlungsgruppe geeignet und könnte vom Ergebnis enttäuscht sein. Eine offene Kommunikation zwischen Patient und Arzt ist deshalb unverzichtbar. In der Mediqueen Clinic informieren wir sachlich über mögliche Ergebnisse, Grenzen der Behandlung und den Zeitraum bis zu ersten sichtbaren Veränderungen. So können Patienten die Behandlung richtig verstehen und auf Grundlage vollständiger Informationen entscheiden. Die Ergebnisse fallen individuell unterschiedlich aus und hängen unter anderem vom Hautzustand und der persönlichen Reaktion ab.
Andere Möglichkeiten für Menschen, die nicht für Regenerative Medizin geeignet sind
Die Zugehörigkeit zu einer Risikogruppe oder das Nichterfüllen der Kriterien für regenerative Behandlungen bedeutet nicht, dass keine anderen Möglichkeiten zur Hautpflege bestehen. Es gibt mehrere Behandlungsarten mit anderen Wirkmechanismen, die abhängig von den individuellen Hautproblemen und Bedürfnissen geeigneter sein können.
Für eine Hautstraffung können beispielsweise Technologien mit Schallenergie wie Ultherapy oder HIFU erwogen werden. Sie leiten Energie in die SMAS-Schicht und stimulieren das Immunsystem nicht auf dieselbe Weise wie regenerative Verfahren. Bei Pigmentierungsproblemen oder einer unebenen Hautstruktur können bestimmte Laser eine sicherere Alternative darstellen. Die Beratung durch einen erfahrenen Arzt ermöglicht die Planung verschiedener Maßnahmen, die auf die individuellen gesundheitlichen Voraussetzungen abgestimmt und sicher sind.
FAQ
Kann bei atopischer Dermatitis eine regenerative Behandlung durchgeführt werden?
Eine Behandlung kann möglich sein, wenn die Erkrankung ruht und im vorgesehenen Behandlungsbereich weder ein entzündlicher Ausschlag noch Juckreiz besteht. Bei einem akuten Schub sollte der Ausschlag zunächst behandelt werden und abklingen. Eine Behandlung bei geschwächter Hautbarriere kann Reizungen auslösen oder die Beschwerden verschlimmern. Informieren Sie den Arzt vor jeder Behandlung ausführlich über Ihre Allergien und Hauterkrankungen.
Wie lange sollte ich nach einer COVID-19-Impfung bis zu dieser Behandlung warten?
Im Allgemeinen wird ein Abstand von mindestens 2–4 Wochen nach der Impfung empfohlen, bevor eine das Immunsystem stimulierende Behandlung durchgeführt wird. Dadurch soll eine übermäßige Immunreaktion vermieden und dem Körper Zeit gegeben werden, zunächst die durch den Impfstoff ausgelöste Immunantwort aufzubauen. Dennoch ist eine ärztliche Beurteilung des Einzelfalls erforderlich.
Müssen Fischöl oder Vitamin E vor der Behandlung abgesetzt werden?
Ja. Nahrungsergänzungsmittel, die die Blutgerinnung beeinflussen können, etwa Fischöl, Vitamin E, Ginkgo-biloba-Extrakt und Knoblauch, sollten in der Regel mindestens 1–2 Wochen vor der Behandlung abgesetzt werden, um das Risiko für Blutergüsse oder Blutungen unter der Haut zu verringern. Teilen Sie dem Arzt im Beratungsgespräch alle Medikamente und Nahrungsergänzungsmittel mit, die Sie einnehmen.
Gelten nach einer regenerativen Behandlung im heißen und feuchten Klima von Pattaya besondere Vorsichtsmaßnahmen?
Ja. In einem heißen und feuchten Klima wie in Pattaya ist es besonders wichtig, die Haut nach der Behandlung sauber zu halten. Berühren Sie das Gesicht nicht häufig, um das Infektionsrisiko zu senken. Vermeiden Sie außerdem mindestens 24–48 Stunden lang direkte intensive Sonneneinstrahlung und Aktivitäten, die starkes Schwitzen verursachen, um Entzündungen und Reizungen im behandelten Bereich möglichst gering zu halten.
⚠️ Ergebnisse variieren individuell · allgemeine Informationen, keine persönliche medizinische Beratung · bitte vor einer Entscheidung einen Arzt konsultieren.
Kostenlose Beratung per LINE